LOU & the FINCHES präsentiert Kashmir Loom

on Pashmina, feinen Mustern und echter Handarbeit

Manche Textilien haben eine Geschichte, die man ihnen ansieht. Nicht auf den ersten Blick vielleicht, aber in der Feinheit eines Musters, in der Arbeit, die darin steckt. Die Schals von Kashmir Loom entstehen im Kaschmirtal in kleinen Familienwerkstätten nach Techniken, die über Generationen weitergegeben wurden. Bei LOU & the FINCHES im Braderuper Weg 1 sind sie jetzt zu entdecken.

Hinter dem Label stehen Jenny Housego und Asaf Ali, der gemeinsam mit seinen Brüdern in Srinagar tätig ist. Housego, ausgebildet in Kunstgeschichte und mit den Textilien Indiens und des Nahen Ostens vertraut, prägt die kreative Ausrichtung. Ihr Anliegen: Das über Jahrhunderte gewachsene Handwerk zu bewahren, ohne es auf seine Vergangenheit zu reduzieren. Dafür arbeitet das Team eng mit erfahrenen Kunsthandwerkern zusammen und unterstützt die Gemeinschaften, in denen dieses Können weiterlebt. Auch Museumssammlungen, historische Textilien und Archive dienen als Grundlage, um vergessene Techniken und Motive wiederzuentdecken. Sie werden nicht einfach kopiert, sondern behutsam in eine zeitgenössische Form übersetzt.
Pashmina, die besonders feine Unterwolle der Himalaya-Ziege, bildet die Grundlage für zwei der bedeutendsten Techniken Kaschmirs: Kani und Sozni. Die Faser ist außergewöhnlich weich, leicht und wärmend. Bei Kani wird das Muster direkt beim Weben aufgebaut. Kleine, augenlose Holzspulen führen einzelne farbige Garne in das Gewebe, sodass Motiv und Stoff untrennbar miteinander entstehen. Sozni ist eine ebenso anspruchsvolle Sticktechnik. Mit feinster Nadel und Seiden- oder Baumwollfaden werden florale Formen, Paisleys und geschwungene Ranken von Hand gearbeitet. Ein einzelner Schal kann Monate, manchmal sogar Jahre in Anspruch nehmen.