Wenn der Ernstfall geprobt wird
Hörnum. Am Montagabend wurde es in Hörnum plötzlich ernst. Um 19 Uhr ging bei der Freiwilligen Feuerwehr der Großalarm ein: Menschenrettung aus einem brennenden Gebäude. Was sich zunächst wie ein realer Einsatz anhörte, war zum Glück eine Übung – und doch möglichst nah an dem, was im Ernstfall zählt: schnell reagieren, Verantwortung übernehmen und als Team funktionieren.
(Foto: SYLTPRESS)
Geprobt wurde im Kressen-Jacobs-Tal im Norden Hörnums. Auf dem Plan standen mehrere Szenarien: Menschenrettung über tragbare Leitern, Suche und Rettung im Innenangriff sowie ein Kellerbrand mit Menschenrettung. Begleitet wurde die Übung von zwei Kreisausbildern des Kreisfeuerwehrverbandes Nordfriesland und der DRK-Bereitschaft Sanität. Perfektion war dabei nicht das Ziel: Fehler gehören zum Training und helfen, Abläufe zu verbessern. Im anschließenden Feedback wurden Schwachstellen besprochen und Lösungen entwickelt, die im Ernstfall entscheidende Sekunden sparen können.
Während im Inselsüden trainiert wurde, waren die Feuerwehren aus List, Kampen, Wenningstedt und Westerland zeitgleich bei einem Großeinsatz in List gefordert. Die Hörnumer Wehr passte ihre Übung kurzerhand an die veränderte Situation an. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig das Zusammenspiel der Sylter Blaulichtfamilie ist – und wie schnell sich Einsatzlagen verändern können.


