»Sylt on Ice. Christopher Lehmpfuhl«

Ausstellung im Sylt Museum
mit einem außergewöhnlichen Werkzyklus

Im Februar brach Landschaftsmaler Christopher Lehmpfuhl zu einem besonderen Experiment auf. Sein Ziel war es, Sylt in dieser seltenen, langanhaltenden Kälteperiode, erstarrt unter Schnee und Eis, auf der Leinwand festzuhalten. Er ist Plein-Air-Maler im extremen Sinne. Seine Kunst entsteht in der direkten, körperlichen Auseinandersetzung mit den Elementen der Natur. Ohne Vorzeichnung tritt er Wind und Wetter entgegen. Das Besondere: Lehmpfuhl nutzt weder Pinsel noch Spachtel. Er trägt die reine Ölfarbe mit den bloßen Händen auf die Leinwand auf, schichtet, drückt und modelliert sie.
Zwar reizten Lehmpfuhl schon in der Vergangenheit die stürmischen, wolkenverhangenen Facetten der sommerlichen Nordsee – doch eine Reise in die eisige Kälte des Februars war auch für ihn eine absolute Premiere, eine elektrisierende Metamorphose: Das Meer, Inbegriff stetiger Bewegung, liegt starr und unbeweglich unter einem Eispanzer, die Grenzen zwischen Land, Küste und See verschwimmen.

Christopher Lehmpfuhl, »Hörnum -Panorama«, 2026, Öl auf Leinwand

Es sind Bilder über das winterliche Licht: Präzise, klar und beinahe kristallin. Da er seine Werke in wenigen Stunden unter freiem Himmel vollendet, fließen nicht nur Wind und Kälte, sondern auch echte Eiskristalle, Sandkörner und die zähe Konsistenz der gefrierenden Ölfarbe direkt in die Gemälde ein.
Der Begleitkatalog umfasst alle Arbeiten des Werkzyklus sowie einleitende Textbeiträge und ist im Museumsshop erhältlich. Die Ausstellung »Sylt on Ice. Christopher Lehmpfuhl« entstand in Kooperation mit der Kornfeld Galerie, Berlin, und ist bis zum 20. September im Sylt Museum zu sehen.