Große Bühnenmomente im Meerkabarett

Salut Salon, Markus Krebs
und Florian Schroeder über ihre
besonderen Sylt-Erlebnisse

Was verbinden die Meerkabarett-Künstler mit Sylt? Ruhrpott-Comedian Markus Krebs denkt an viel Wind, schöne Natur und an Fischbrötchen, die nach seiner Einschätzung 38 Euro kosten. Angelika Bachmann, Gründerin des Crossover-Quartetts Salut Salon, ist da einen riesigen Schritt weiter. Ihre Antwort lautet: Auftritte und Urlaub. Sie fühlt sich auf der Insel so pudelwohl, dass sie mit ihren Kolleginnen ein paar freie Tage an den Auftritt am 24. Juli dranhängt: »Für eine Hamburger Deern wie mich war Sylt schon immer ein Sehnsuchtsziel. Als Jugendliche bin ich einfach los, mit Rucksack und Geigenkoffer, aber ohne Unterkunft und das nötige Kleingeld. Das habe ich mir dann mit Straßenmusik erspielt – in der Friedrichstraße, neben dem heutigen CongressCentrum, in dem wir am 24. Juli auftreten.«

Markus Krebs (Matthias.K Photography)

Noch frühere Kindheitserinnerungen verbindet der aus diversen TV-Formaten bekannte Kabarettist Florian Schroeder mit Sylt: Er machte schon als Grundschüler hier Ferien, grub den Strand im Süden Westerlands um und fotografierte das Meer. Er erinnert sich: »Die Bilder habe ich den Rest des Jahres zu Hause angeguckt und schon Wochen vor dem nächsten Urlaub für schönes Wetter gebetet.«
Markus Krebs bietet am Sonnabend, den 25. Juli, ein Best of der vergangenen 15 Jahre. Denn wenn einer weiß, wie man große Hallen mit Kneipenhumor füllt, dann er: Der Mann hinter dem Bauch, der mit einem Barhocker, einem Mikrofon und einem unerschütterlichen Ruhrpott-Charme vom Stammtisch auf die großen Bühnen der Nation gestiegen ist. Seit 15 Jahren jagt bei ihm ein Gag den nächsten – ehrlich, derb, direkt und mit einer Gagdichte, die ihresgleichen sucht. In seinem Jubiläumsprogramm serviert er das Beste aus sechs legendären Live-Shows – eine geballte Ladung Humor, gewürzt mit frischen Gags aus dem Kneipenleben, voll aus dem echten Leben gegriffen.
Am 27. Juli gibt es alles mit Sahne: In der Show »Udo Jürgens Forever« bringt Peter C. Frank mit seinem Orchester die großen Hits des 2014 verstorbenen Entertainers auf die Bühne. Mit seiner unverwechselbaren Stimme, die unter die Haut geht, und begleitet von seiner hochkarätigen Liveband, interpretiert er am Flügel die bekannten Hits und verborgenen Liedschätze des großen Entertainers. Da darf sich das Publikum gern nochmal so fühlen, wie mit 17 Jahr und blondem Haar: Mitsingen und tanzen ist natürlich erlaubt.
Florian Schroeder hat sein Programm »Endlich glücklich« und jede Menge Analysen der aktuellen weltpolitischen Lage am 29. Juli dabei. So vergleicht er Jens Spahns »Leihmutter-Move« mit der Familienkonstellation von Alice Weidel: »Beide propagieren ein erzkonservatives Familienbild, das ihnen privat aber rechts und links um die Ohren fliegt.«