Vortragsabend des Freundeskreis Sölring Museen

Von der Naturstudie zur neuen Farbwelt

Die Reisen nach Sylt gehörten für die Düsseldorfer Landschaftsmaler in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum festen Repertoire der Dücker-Schüler. Dort wurde die Natur studiert, Wahrnehmungen fixiert und mit Maltechniken experimentiert. Für ihre Ausflüge in die Dünen und an den Strand hatten sie ein zunehmend bequemeres Equipment zur Verfügung. Denn mit der Erfindung der Farbtube, in der man wesentlich einfacher Farben transportieren konnte, wurden auch neue Farbtöne für die Gestaltung zugänglich. Der Vortrag »Auf die Tube gedrückt. Wie neue Farben den Blick aufs Meer veränderten« von Kunsthistorikerin Prof. Dr. Martina Sitt, Universität Kassel, geht am 4. Juni um 19.30 Uhr im Sylt Museum der Frage nach, inwieweit die neuen farblichen Möglichkeiten auch den Blick auf Phänomene wie Wellen und Wolken, Wasser und Watt veränderten. Umgekehrt gefragt: Wie wurde diese Arbeitsweise der Maler kommentiert und im Markt rezipiert?

Eugen Dücker »In den Dünen« (Foto: Dr. Axe-Stiftung Bonn)

Der Vortrag findet in Zusammenhang mit der Ausstellung »Wolkenstudien und Küstenlandschaften. Freilichtmalerei der Düsseldorfer Malerschule des späten 19. Jahrhunderts auf Sylt« statt, die noch bis zum 14. Juni im Sylt Museum zu sehen ist.
Tickets für 10 Euro gibt es im Vorverkauf und an der Abendkasse. Mitglieder des Freundeskreises Sölring Museen erhalten freien Eintritt, Mitglieder der Sölring Foriining ermäßigten.