Nobelpreisträger David M. Beasley

Gesprächsabend über
Welternährung und
globale Verantwortung

David M. Beasley begann seine politische Laufbahn bereits mit 21 Jahren im Parlament von South Carolina und wurde 1994 zu einem der jüngsten Gouverneure eines Bundesstaates gewählt. International bekannt wurde er jedoch vor allem durch sein Wirken als Brückenbauer in Krisenzeiten. Nach dem Ende seiner Amtszeit widmete er sich über Jahre hinweg internationalen Friedens- und Vermittlungsbemühungen und bereiste mehr als 75 Konflikt- und Krisenländer.

David M. Beasley (Foto: Peter Badge)

Von 2017 bis 2023 leitete er das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. In einer Phase wachsender globaler Konflikte und humanitärer Not mobilisierte er über 55 Milliarden US-Dollar, um jährlich bis zu 160 Millionen Menschen in mehr als 80 Ländern vor Hunger zu bewahren. Unter seiner Führung wurde das Programm zur zentralen humanitären Organisation im Kampf gegen Hunger und Instabilität in der Welt.
2020 erhielt das Welternährungsprogramm den Friedensnobelpreis. David M. Beasley hielt die Nobelpreisrede in Oslo stellvertretend für die Organisation und appellierte dabei eindringlich, Hungerbekämpfung als Grundlage für Frieden zu verstehen.
Am Dienstag, den 23. Juni, um 20 Uhr, erwartet alle Interessierten ein hochkarätiges Gespräch in englischer Sprache im Kaamp-Hüs: Professor Dr. Jürgen Kluge, Vorsitzender der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertagungen, wird David M. Beasley zu seinem außergewöhnlichen Lebensweg, seinem internationalen Engagement und den globalen Herausforderungen der Hungerbekämpfung befragen. Der Eintritt ist frei, aber das Ticket muss online gebucht werden.