Gemeinsam für den Artenschutz
Auf der Insel leben zwei Eidechsenarten: die Waldeidechse und die seltene Zauneidechse. Darüber hinaus sind verschiedene Amphibien- und Reptilienarten wie Frösche, Kröten und Schlangen heimisch.
Über die Infotafeln wird um Unterstützung bei der Erfassung von Amphibien und Reptilien geworben. (Foto: Charlie Esser)
Um mehr über die Verbreitung und Häufigkeit dieser Tiere zu erfahren, setzen die Sylter Naturschutzverbände auf die Unterstützung von Einheimischen und Gästen. Im Rahmen eines Citizen-Science-Projekts laden rund 20 Infotafeln an beliebten Wegen dazu ein, Sichtungen von Eidechsen, Schlangen, Fröschen und Kröten zu melden. Nach dem Prinzip »Viele Augen sehen mehr« können so wertvolle Beobachtungen gesammelt werden. Besonders hilfreich sind aussagekräftige Fotos, die eine sichere Bestimmung der Tiere ermöglichen. Ein wichtiges Ziel des Projekts ist der Nachweis der stark gefährdeten Zauneidechse.
Seit Beginn wurden bereits vier Sichtungen dieser seltenen Art gemeldet – zuletzt vor einer Woche aus dem Sylter Norden. Zudem gelang vor zwei Jahren der erste dokumentierte Bildnachweis einer Kreuzotter.
Aufgrund des bisherigen Erfolgs wird das Projekt nun ausgeweitet. Weitere Infotafeln sollen aufgestellt werden, um zusätzliche Beobachtungen zu ermöglichen und neue Erkenntnisse über die Verbreitung der seltenen Reptilienarten zu gewinnen. Die gewonnenen Daten bilden eine wichtige Grundlage für zukünftige Schutzmaßnahmen. Die Naturschutzverbände freuen sich über jede Unterstützung und laden Gäste wie Einheimische dazu ein, ihre Beobachtungen zu melden und so zum Schutz der Sylter Tierwelt beizutragen.


