Empowerment und Freiheit der Kunst

Kunsthaus Uerpmann zeigt Claudia Simon

Künstlerin Claudia Simon verbindet in ihren Kunstwerken auf humorvoll-ironische Weise Elemente der Pop-Art und der Urban-Art. Für ihre Stickkunst und Stencil-Art verwendet sie im nachhaltigen Upcycling-Verfahren vorgefundene und bereits benutzte Materialien, wie alte Tischdecken, Teile von Holzböden oder schon bemalte Leinwände. Damit folgt sie dem Motto »Aus Alt mach Neu und werde wieder neu«. Und diese wundervollen Werke sind im Kunsthaus Uerpmann, in der Bismarckstraße 3 in Westerland, zu sehen.

»Eine Fliege verändert alles!«, Unikat

Eine von ihr bevorzugte Technik ist die Stickerei auf gebrauchten Textilien. Für die Künstlerin war die antiquierte Handarbeitstechnik anfangs eine Form des Meditierens und des Zu-sich-Findens, ohne nur retro sein zu wollen. Des Weiteren arbeitet Simon auf verschiedenen Untergründen mit Schablonen-Graffitis und Sprayfarbe und schafft witzig-augenzwinkernde Motive und eine an die Street-Art angelehnte Zusammenwirkung von Bild und Text. So tanzt eine ältere Dame, die Queen Elizabeth II. ähnelt, fröhlich Hula-Hoop, und zwei Handwerker in Arbeitskleidung legen eine als Wandbild erscheinende Wiedergabe des Gemäldes einer schielenden Mona Lisa mit Fliege auf der Nase frei. In diesem künstlerisch-heiteren Crossover erscheinen auch weitere populäre Figuren wie Mr. Bean, Bob Ross oder Frida Kahlo. Die positiven und aufmunternden, gesprayten Slogans wie »But first love« oder »Forever young« sind lebensbejahend und regen zum Lachen an. Ihre Werke stehen für Empowerment und Freiheit der Kunst.