Saisonstart in der Galerie Herold

Neue Ausstellung setzt den ersten Akzent des Jahres

Zu Ostern eröffnet die Galerie Herold in Kampen traditionell ihre neue Saison. Dabei werden Neuerwerbungen sowie aktuelle Arbeiten der zeitgenössischen Künstler aus dem Programm gezeigt.

Karin und Rainer Herold freuen sich auf den Saisonstart.

Im Mittelpunkt stehen Werke der norddeutschen Moderne und des Expressionismus. Emil Nolde gehört zu den prägenden Positionen, die das Profil der Galerie bis heute entscheidend mitgeprägt haben. Sein Œuvre umfasst neben Landschaften auch Blumenstillleben, religiöse Szenen und Figurenbilder und ist durchgehend von einer intensivfarbigen, expressiven Bildsprache bestimmt. Auch Erich Heckel, Mitbegründer der Künstlergruppe »Die Brücke«, ist ein wichtiger Bezugspunkt – mit reduzierten Darstellungen von Figur und Umgebung, die den Expressionismus wesentlich geprägt haben. Ivo Hauptmann arbeitete eher beobachtend und hielt Eindrücke von Stadt und Bewegung fest. Eduard Bargheer ist vor allem für seine lichtdurchlässigen Aquarelle bekannt, in denen Motive atmosphärisch aufgelöst erscheinen. Franz Nölken und Friedrich Kallmorgen stehen für die norddeutsche Malerei um 1900, die zwischen realistischer Beobachtung und einer zunehmend freieren Auffassung von Umgebung und Motiv vermittelt.
Ergänzt wird das umfangreiche Programm durch zeitgenössische Künstler der Galerie Herold. Wie etwa Johannes Geccelli, der farbintensive, klar gegliederte Bildräume entwickelte. Frank Schult bewegt sich bewusst im Spannungsfeld zwischen Figuration und Abstraktion. Dieter Glasmacher und Janus Hochgesand gehören ebenfalls dazu und stehen exemplarisch für die Vielfalt der Werke.
Das Galerieangebot ist dabei deutlich breiter gefächert und umfasst weitere Künstler aus dem norddeutschen Raum. So entsteht zur Saisoneröffnung ein Überblick über unterschiedliche Generationen und künstlerische Haltungen – von der klassischen Moderne bis zu Contemporary.