»Lasst euch überraschen!«

Neuer Stephan Boya-Store in Keitum:
Claudia und Peter Watzulik setzen auf Leichtigkeit, klare Linien und moderne Mode mit Sylter Charakter

Unbeleuchtete Fenster im Runderker, alle Schotten dicht? Es gab den einen oder anderen Stammkunden, der sich persönlich bei Claudia und Peter Watzulik erkundigt hat, was denn da bloß los sei in der Boutique Look? »Lasst euch überraschen«, hatten die Inhaber immer wieder gut gelaunt vertröstet. Dass am Museumsweg in Keitum seit Ostern ganz offiziell STEPHAN BOYA über der Tür steht, wird allerdings niemanden wirklich erstaunt haben, der die kreative Umtriebigkeit der beiden Modeexperten kennt.

»Eigentlich wollten wir uns verkleinern, aber so richtig loslassen funktionierte nicht«, sagt Claudia Watzulik, deren Ehemann Peter schon vor vielen Jahren auf die Nordseeinsel gekommen ist und wunderbare Anekdoten von Persönlichkeiten wie Gunter Sachs oder Romy Schneider erzählen kann. Mit seinen Geschäften Polo Sylt, L’Uomo und Look in Westerland, Kampen und Keitum hat Peter Watzulik Sylt modisch geprägt. Wo sonst bekam man schon Marken wie Kiton, Missoni, Jil Sander oder Yves Saint Laurent?
Seit Jahresbeginn ein weiteres spannendes Projekt für das Paar und eine Metamorphose für das Ladengeschäft: »Alles musste weiß sein, musste ›Beach‹ sein und Leichtigkeit verströmen«, sagt Claudia Watzulik. Schließlich soll das Interior künftig zur Lässigkeit der Pullover und Cardigans der Marke passen, die schon seit Jahren viele Fans auch unter Keitumer Kunden hat. »Ich erinnere mich an einen, der sich einen Pullover gleich in elf verschiedenen Farben bestellt hat«, erzählt Peter Watzulik. Ohne Umwege Sonderwünsche erfüllen zu können, sei nur ein Vorteil, wenn man ein enges Verhältnis zu den Inhabern eines Labels pflege. »Die Teile passen einfach zu Sylt«, so Claudia Watzulik. Gefragt nach ihrem persönlichen Lieblingsteil, gibt sie eine Antwort, die den Geist der Marke perfekt beschreibt: »Ich ziehe jedes Teil an, weil ich es anhaben will. Egal, ob ich im Geschäft stehe oder kurz die Hecke schneiden muss. Es muss mit mir leben.«