FROHE OSTERN

Sylt startet mit Neueröffnungen, Premieren und frischen Impulsen in die Saison 2026.
(Foto: Sylt Marketing/Holger Widera)

Auf zu neuen Ufern: Sylt startet in die Saison

Wenn auf Sylt Ostern den Auftakt zur neuen Saison markiert, kommt die Insel sichtbar in Bewegung. Neue Bahnverbindungen, verstärkte Flugangebote sowie saisonale Anreisen sorgen für bessere Erreichbarkeit. Gleichzeitig starten auf der Insel zahlreiche Premieren, Veranstaltungen und neue Formate – von Osteraktionen und Open-Air-Musik bis hin zu Sport- und Kulturevents entlang der Küste. Parallel dazu rücken Projekte rund um Nachhaltigkeit, Mobilität und das Inselleben stärker in den Fokus.   

Anreise und besondere Reiseerlebnisse

Mit dem neuen ICE L erhält Sylt ab dem 1. Mai Anschluss an eine neue Zuggeneration: Bis zu viermal täglich verbindet der Zug Westerland mit Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Frankfurt und Berlin. Der ICE L – das »L« steht für »Low Floor« – ermöglicht einen durchgehend stufenlosen und damit barrierefreien Einstieg. Für Reisende im Rollstuhl stehen breitere Türen sowie elektrisch höhenverstellbare Tische zur Verfügung. Die 256 Meter langen Züge verfügen über 562 Sitzplätze, acht Fahrradstellplätze sowie ein Bordrestaurant.

Im Sommerflugplan verdoppelt Austrian Airlines ihre Direktverbindung zwischen Wien und Sylt und baut die 2025 eingeführte Strecke sowohl in der Frequenz als auch im Zeitraum aus. Zwischen dem 13. Mai und dem 12. September finden die Flüge jeweils mittwochs und samstags statt. Die Flugzeit beträgt rund 1 Stunde und 45 Minuten. Mittwochs startet der Hinflug um 15.15 Uhr in Wien mit Ankunft um 17 Uhr auf Sylt, samstags hebt die Maschine um 8 Uhr ab (Ankunft 9.45 Uhr). Die Rückflüge erfolgen jeweils rund 45 Minuten später.

Premieren und Veranstaltungen

Premiere für die »Bunten Ostertage am Meer«: Vom 4. bis 6. April findet ein dreitägiges Osterprogramm für die ganze Familie entlang der Westerländer Promenade statt. Geplant sind ein Osterflohmarkt, eine Oster-Rallye, Kindertheater in der Musikmuschel sowie das Osterkonzert des Westerländer Musikvereins. Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche Kreativaktionen und Mitmachangebote. 

Der »Wenningstedter KliffKlang« steht für stimmungsvolle Abende mit Open-Air-Musik direkt an der Nordsee. Das diesjährige Programm umfasst Veranstaltungen an drei Standorten – Haupttreppe, Saal-Terrasse und Düneneck. Geplant sind 15 DJ- und Live-Acts (mittwochs), fünf Singer/Songwriter-Abende (sonntags) sowie fünf Bandauftritte (montags). 

Im Sommer wird Kampen zur Bühne für klassische Oldtimer und Youngtimer: Vom 18. bis 21. Juni finden erstmals die »Kampen Classics« rund um den Strönwai statt. Die Veranstaltung verbindet automobile Leidenschaft mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot – von Streetfood bis zu ausgesuchten Genussformaten. Ergänzt wird das Programm durch Driving Experiences und besondere Abendveranstaltungen. 

Workshops und Ausstellungen

Kaltbaden steht im Mittelpunkt des »Cold Power«-Workshops in Kampen. Das neue Format lädt dazu ein, innezuhalten, sich selbst zu spüren und neue Energie zu tanken. Unter der Anleitung von Rettungsschwimmerin und Medizin-Journalistin Ela Schnebbe werden Teilnehmende in einem zweistündigen Einsteigerformat behutsam und Schritt für Schritt an das Kaltbaden herangeführt – mit Fachwissen, Atem- und Schwimmtechniken, mentaler Vorbereitung sowie einem begleiteten Gang ins Meer. Der erste Workshop findet statt am Karfreitag (3. April); drei weitere Termine folgen am 19. April, 10. Mai und 17. Mai. 

Ab dem 1. Mai zeigen Angelo Schmitt und Dennis Bullen im ehemaligen Casino im Westerländer Rathaus die Ausstellung »Surf- und Strandkultur Sylt«. Sie knüpft an das erfolgreiche Projekt an, das 2024 im Sylt Museum in Keitum die Anfänge und Entwicklung des Wellenreitens in den 1950er-, 60er- und 70er-Jahren beleuchtete. Die neue Ausstellung erweitert den zeitlichen Bogen um die 1980er-Jahre und rückt zugleich die Rettungsschwimmer als Teil der Strandkultur in den Fokus. Zu sehen sind historische Boards und Surf-Equipment, Rettungsgeräte, Fotografien, Zeitzeugenberichte sowie digitalisierte Filmaufnahmen. Parallel dazu wird die Sonderausstellung »Shades of Trash« präsentiert, die mit Figuren aus weltweit gesammeltem Strandgut und Kunststoffabfällen für einen bewussteren Umgang mit Natur und Meer sensibilisiert.

Das Naturzentrum Braderup geht mit seiner bereits im vergangenen Jahr grundlegend neugestalteten Ausstellung in die Saison. Die interaktive Konzeption gliedert sich in die drei zentralen Themenbereiche Nationalpark Wattenmeer, Braderuper Heide und Morsum Kliff und verbindet Wissensvermittlung mit spielerischen Elementen. Neben einer Basisausstellung zu den ökologisch verbundenen Lebensräumen greifen modulare Elemente aktuelle Fragestellungen und Jahresthemen des Nationalparks auf. Interaktive Stationen, Exponate sowie Licht- und Soundinstallationen ermöglichen einen anschaulichen Zugang zur Sylter Natur – darunter sprechende Schafe, ein begehbares Brandgansnest als Kuschelhöhle oder ein Muschelquiz.

Gastronomie

Nach einem Jahr Bauzeit hat das zum Hotel Benen-Diken-Hof gehörende Restaurant »Kökken« Ende Februar sein neues Domizil im historischen Reetdachhaus »Salon 1900« in Keitum bezogen. Unter der Leitung von Küchenchef Lennart Dewies steht das »Kökken« für eine moderne, nordisch geprägte Küche, die saisonale und regionale Produkte in den Mittelpunkt stellt. 

Auch das »Sylter Stadtgeflüster« in Westerland startet neu durch: Nach 13 Jahren haben Iris und Thorsten Wilke ihr Restaurant in die Hände von Mohammad »Momo« Yousofi übergeben, der Anfang März unter gleichem Namen wiedereröffnet hat. 

Auch in Kampen kündigt sich frischer Wind an: Das ehemalige »Odin« im Strönwai wird unter dem Namen »Fratello« voraussichtlich zu Pfingsten neu eröffnen. Hinter dem neuen Konzept stehen Tom Kinder, Betreiber des »Pony« in Kampen und der »Strandhalle« in List, sowie die Brüder Daniel und Felix Knochenhauer von der Kampener »Sturmhaube«. Geplant ist eine moderne Interpretation klassischer italienischer Gerichte wie Pizza, Pasta und Antipasti.

Nachhaltigkeit und Inselleben

Der Multipark in Westerland nimmt weiter Gestalt an: Auf der Fläche des ehemaligen Sylt-Stadions wird das Projekt nach dem politischen Beschluss des Masterplans durch die Gemeinde Sylt in mehreren Bauabschnitten umgesetzt. Der erste Meilenstein, die neue Skateanlage, steht kurz vor der Fertigstellung und ist als öffentliche Freizeitanlage genehmigt. Weitere Sport- und Bewegungsflächen sind vorgesehen und werden sukzessive realisiert, perspektivisch ergänzt durch ein Multifunktionsgebäude als zentrales Element der Anlage. 

Mit dem im vergangenen Jahr gegründeten »Netzwerk Nordseeschutz« (NeNo) bündeln Sylter Naturschutzverbände sowie weitere Naturschutzorganisationen und Forschungseinrichtungen aus Schleswig-Holstein, Bremen und München ihre Kräfte für einen wirksameren Schutz der Nordsee – insbesondere für den in der Region heimischen Schweinswal. NeNo versteht sich als dauerhaftes Bündnis, das Projekte in den Bereichen Forschung, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit bündelt, um intakte Meeresökosysteme zu fördern und bedrohte Arten nachhaltig zu schützen.

Die Bewegung »Lebenswert« ist ein insulares Netzwerk, das sich für eine nachhaltige, zukunftsfähige Entwicklung Sylts einsetzt. In diesem Jahr liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf dem Thema Abfallvermeidung, das auf einer Insel mit begrenzten Ressourcen besondere Relevanz hat. Den Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen dazu macht am 25. April der »Last Chance«-Flohmarkt in Kooperation mit dem Entsorgungsfachbetrieb Remondis: Interessierte sind eingeladen, gut erhaltene Gegenstände zu erwerben und so Ressourcen im Kreislauf zu halten. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit,  einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und mehr über Abläufe, Herausforderungen und Ansätze zur Müllvermeidung auf Sylt zu erfahren.