Deutschlands Naturwunder: »Das Wattenmeer«

Dokumentation am 12. März auf ZDFinfo

Das Wattenmeer ist ein Naturraum im ständigen Wandel. Mit dem Ende der letzten Eiszeit, vor rund 12.000 Jahren, formen Gletscher, Schmelzwasser und Sedimente eine Landschaft aus Küsten, Inseln und Watt. Ein Lebensraum, der sich seither unaufhörlich verändert. Auf Sylt gibt Wissenschaftsjournalist Niklas Kolorz Einblicke in diese frühe Phase. Geophysiker Dr. Jasper Hoffmann zeigt ihm, wie eiszeitliche Gletscher Gestein aus Skandinavien bis an die Nordseeküste schieben. Ihre Spuren sind bis heute sichtbar, etwa im Roten Kliff oder im steinzeitlichen Megalithgrab Denghoog bei Wenningstedt. Die spannende Dokumentation »Deutschlands Naturwunder: Das Wattenmeer« wird am Donnerstag, den 12. März, um 11.15 Uhr auf ZDFinfo ausgestrahlt und ist zudem bereits in der Mediathek abrufbar. Sie vermittelt nicht nur wissenschaftliche Einblicke, sondern macht die Schönheit und Vielfalt dieses einzigartigen Küstenraums unmittelbar erlebbar.

Biologin Dr. Svenja Reents und Niklas Kolorz entnehmen eine Bodenprobe, um die beeindruckende Artenvielfalt des Wattbodens nachzuweisen. (Foto: ZDF/Florian Kössl)

Mit dem Rückzug der Gletscher wird die Region allmählich bewohnbar. Menschen siedeln an geschützten Ufern, nutzen die fruchtbaren Marschböden und passen ihr Leben dem Rhythmus der Gezeiten an. Über Jahrtausende entstehen Dörfer und Handelsplätze, doch die Nähe zum Meer bleibt riskant.
Wie zerstörerisch die Kräfte des Wassers sein können, zeigt sich im Schicksal von Rungholt, einer blühenden mittelalterlichen Küstensiedlung, die im 14. Jahrhundert von einer Sturmflut zerstört wird. Gemeinsam mit einem Forschungsteam begibt sich Niklas Kolorz bei den nordfriesischen Halligen ins Watt. Mithilfe von Sonartechnik und GPS suchen sie nach den Überresten der versunkenen Ortschaft. Das Wattenmeer ist aber mehr als ein Archiv der Erdgeschichte. In den Schlickwattflächen von Rantum erklärt Biologin Dr. Svenja Reents, wie Seegras und Salzwiesen Nahrungsketten sichern, CO₂ binden und das Watt stabilisieren. Doch die Erwärmung der Meere bringt dieses Gleichgewicht ins Wanken.