Musik zwischen Kindheitserinnerungen,
Natur und zeitloser Poesie
Vom 25. bis 30. Juli lädt das Kammermusikfest Sylt zu einer neuen Festivalausgabe ein, die sich der Welt der Kindheit widmet – jener prägenden Lebensphase, die einen auch als Erwachsener nie ganz loslässt. Dabei handelt es sich nicht um ein Kinderfestival: Vielmehr eröffnet der Cellist und künstlerische Leiter Claude Frochaux einen künstlerischen Raum, in dem die Kindheit in all ihrer Vielschichtigkeit erfahrbar wird. Eine Welt voller Fantasie, Leichtigkeit und Offenheit, die zugleich von Verletzlichkeit, Ängsten und stiller Melancholie geprägt ist.
Composer in Residence Pēteris Vasks (Foto: Janis Porietis)
In den sechs Festivaltagen spiegeln sich daher musikalisch Märchenwelten, Wiegenlieder, Fantasiereisen und magische Wesen, wie sie nur Kinder sich ausdenken können. Das Programm bietet außerdem viel kostbare Musikliteratur, die den Kleinsten gewidmet ist oder die als persönliche Reflexion der Kindheitserinnerungen der Komponisten verstanden werden können. In diesem Geiste wird sich auch das Auftragswerk des Composers in Residence 2026, Pēteris Vasks, bewegen, das seine Uraufführung auf Sylt erlebt. Die Tradition, jedes Jahr einen Komponisten internationaler Bedeutung auf die Insel zu bringen und das Publikum des KmfSylt einen Teil seines Œvres entdecken zu lassen, setzt sich so auch dieses Jahr fort: mit einem der größten musikalischen Exponenten des Baltikums. Und dies sogar in dem so überaus wichtigen Jahr seines 80. Geburtstags: im April begeht der lettische Komponist sein Jubiläum, mit zahlreichen Geburtstagskonzerten feiert ihn die internationale Musikwelt. Inhaltlich setzt Vasks sich oft mit der Natur auseinander, wobei es ihm dabei vor allem um die gegenseitige Beeinflussung und das Miteinander von Mensch und Natur, den Sinn für das Schöne sowie um die drohende ökologische Krise geht.
Zudem kann sich das Publikum wieder auf besondere Musiker freuen: Künstlern aus verschiedensten Ländern wie den Niederlanden, Spanien, der Ukraine, Israel, Chile oder Japan versammeln sich zu einer Woche einzigartigen Musizierens voller Energie und Leidenschaft. Dabei sind der Violinist Daniel Rowland, die Pianisten Matan Porat und Natacha Kudritskaya, die Kontrabassistin Uxía Martinez Botana, der Klarinettist Pablo Barragán und viele weitere.


