Vorstandsmitglieder Jan Junge, Gritje Stöver und Karin Rumpf freuen sich auf Festakt und Party.
Jubiläum voller Musik, Begegnungen und festlicher Stimmung
Am 13. Dezember feiert der Keitumer Friesensaal sein 40-jähriges Bestehen – ein Jubiläum voller Musik, Begegnungen und festlicher Stimmung. Der Ortsbeirat und der Verein »Kulturhaus Sylt« laden vormittags zu einem Empfang ein; abends sorgt die ABBA-Revival-Band für Unterhaltung. 1985 von der Keitumerin Paula Hansen als Bürgerhaus gestiftet, ist der Friesensaal bis heute ein lebendiger Treffpunkt für Sylter, für Konzerte, Flohmärkte, Vereinsaktivitäten und private Feiern.
Empfang, ABBA-Band und Erinnerungen an Paula Hansen
Am 13. Dezember jährt sich die Fertigstellung des Keitumer Friesensaals zum 40. Mal – ein runder Jahrestag, den der Keitumer Ortsbeirat und der Verein »Kulturhaus Sylt«, der sich für den Erhalt des Saals einsetzt, gebührend feiern wollen. Das Jubiläum beginnt mit einem Empfang von 11 bis 13 Uhr. Am Abend sorgt die ABBA-Revival-Band ab 19.30 Uhr für Stimmung, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Der Friesensaal wurde Anfang der 1980er-Jahre gebaut und am 13. Dezember 1985 vollendet. Finanziert wurde er größtenteils aus dem Vermögen der gebürtigen Keitumerin Paula Hansen, die den Saal als Bürgerhaus, Versammlungsort und gewissermaßen als großes Wohnzimmer für Sylter stiftete. Bis heute wird der Friesensaal von der Gemeinde verwaltet und für Flohmärkte, Konzerte, Spielenachmittage, Vereinsaktivitäten sowie private Feiern genutzt. Im Interview schwelgen Mitglieder des Vereinsvorstands in Erinnerungen, berichten von ihren Plänen für die Jubiläumsparty und verraten, wie sie die Stifterin und Bauherrin Paula Hansen ehren wollen.
Was erwartet Sylter und Freunde des Friesensaals am 13. Dezember?
Gritje Stöver: Es wird eine Mischung aus Festakt und Party. Vormittags machen wir einen Empfang und abends gibt es ein Konzert der ABBA-Revival-Band.
Wie seid ihr auf dieses Programm gekommen? Hat ABBA irgendeinen Bezug zum Friesensaal?
Gritje Stöver: Wir haben im Vorstand überlegt, welche Veranstaltung uns bisher am meisten Spaß gemacht hat und das war ein von den Dänen organisierter ABBA-Abend. Der war klasse!
Raimund Hoeg: Das ist generationenübergreifende Musik. Da kommen alle zusammen und das ist es, wofür Paula Hansen den Saal gestiftet hat.
Kannte jemand von euch sie noch persönlich?
Karin Rumpf: Kennen ist übertrieben. Ich wohne zwar schon mein ganzes Leben in Keitum, aber von Paula weiß ich nur, dass sie bei Dr. Sieg im Haus gewohnt hat und ich erinnere mich schwach, dass neben meiner alten Grundschule eine Baustelle war. Das Gebäude neben dem Friesensaal, wo jetzt der Kindergarten drin ist, war ja früher unsere Schule.
Raimund Hoeg: Der Saal steht auf bzw. neben dem früheren Schulhof. Ich wurde da 1980, kurz vor dem Beginn der Bauarbeiten, eingeschult. Von Paula Hansen weiß ich nur, dass sie eine Freundin meiner Oma war. Sie war eine energische Frau, die zu ihrer Meinung stand und uns Syltern mit dem Saal etwas wirklich Gutes getan hat.
Was verbindet ihr mit dem Friesensaal?
Jan Junge: Ich finde den Saal schön und ich finde es wichtig, dass wir einen Ort haben, der nur uns Syltern zur Verfügung steht. Früher gab es im Saal von jedem Verein einen Ball: Ringreiter, Angler, Segler, Feuerwehr… Das gibt es so nicht mehr. Deshalb kümmern wir uns darum, den Saal weiter im Sinne der Stifterin und für die Sylter zu bespielen. Das klappt im Moment sehr gut.
Ernst-Otto Petersen: Wir versuchen mit unseren Tanzpartys an die Tradition der großen Bälle anzuknüpfen und damit die jungen Leute überhaupt tanzen lernen, bieten wir mit dem Archsumer Kulturkreis kostenlosen Tanzunterricht an. Auch dafür eignet sich der Saal sehr gut.
Welche Veranstaltungen im Saal gefallen euch am besten?
Yvonne Brinker: Alle Veranstaltungen, die von Syltern für Sylter sind. Ob das Jazz ist, was mich gar nicht interessiert oder ein Flohmarkt, den ich super finde… Es sollte für jeden etwas dabei sein.
Raimund Hoeg: Biikeessen, Lottonachmittage… Ich versuche ein jährliches Konzert, wie jetzt neulich mit der Blues Brothers-Band, zu etablieren.
Gritje Stöver: Für mich bedeutet der Saal Gemeinschaft. Und ich habe die Auftritte mit Maike Ossenbrüggen und unserer friesischen Laienspielgruppe in toller Erinnerung.
Was ist beim Empfang genau geplant?
Jan Junge: Es gibt kurze Reden mit musikalischer Untermalung. Es entsteht gerade ein kleiner Film zu Ehren von Paula Hansen. Danach laden wir zu Grünkohlsuppe und Schmalzbrot ein.


