Sonderausstellung im Sylt Museum
läuft bis 5. Oktober
»Es gab Tage, an denen musste der Zugang zur Ausstellung ›Emil Nolde. A private Collection‹ begrenzt werden«, so Museumsleiter Alexander Römer und freut sich sehr, dass diese so überragend von Syltern und Inselbesuchern angenommen wurde. Dankbare und begeisternde Rückmeldungen im Gästebuch und die hohen Besucherzahlen des Sylt Museum verdeutlichen die Besonderheit dieser einzigartigen Schau mit 34 Arbeiten aus einer Privatsammlung, die im Sylt Museum noch bis zum 5. Oktober täglich bis 17 Uhr zu sehen ist. Auch waren die 200 Exemplare des Kataloges nach knapp fünf Wochen Laufzeit vergriffen – eine zweite Auflage ist nun im Druck, um die Bestellungen und die weitere Nachfrage zu decken. Wie auch bei den vorhergehenden Sonderausstellungen fertigte Römer einen kurzweiligen Filmbeitrag an, der über den YouTube Kanal der Sölring Museen zu finden ist.
»Amaryllis«, um 1950, Aquarell, 47,5 x 34,9 cm (Foto: Nolde Stiftung Seebüll)
Emil Nolde (1867-1956) zählt zu den bedeutendsten deutschen Expressionisten und war kurz Mitglied der Künstlergruppe »Die Brücke«. Besonders bekannt sind seine Blumen- und Gartenbilder sowie seine umfangreichen Druckgrafiken, darunter auch Werke aus der Hamburger Hafenserie von 1910, die als Höhepunkte seines grafischen Schaffens gelten. Besonders der Holzschnitt erlaubte ihm eine direkte, expressive Darstellung und spiegelt seine charakteristische Farb- und Formensprache wider. Auch mit Aquarellfarben experimentierte er, um Licht, Transparenz und Tiefe zu erzeugen. Nolde reiste viel, darunter die Südsee 1913 mit seiner Frau Ada, deren Eindrücke in zahlreichen Blättern verarbeitet wurden. Während er sein Atelierhaus in Seebüll ausbaute, verbrachte er die Sommer auf Sylt im Haus Kliffende, wo er intensiv malte.


