Vision für Westerland: Mit ihrem Entwurf für eine moderne Strandpromenade blicken der Verein Sylter Unternehmer und
Architekt Tim Schierwater in die Zukunft. (Visualisierung: Tim Schierwater/Die Expedition)
SU und Architekt Tim Schierwater haben Zukunftskonzept für Westerland vorgestellt
Der Verein Sylter Unternehmer (SU) hat auf seiner Jahreshauptversammlung gemeinsam mit Architekt Tim Schierwater eine Vision für die Zukunft vorgestellt: Eine moderne Strandpromenade, die Sylt wieder mehr Strahlkraft verleihen soll. Rund 50 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Geplant ist eine Flaniermeile mit Hotel, Beachclub, Restaurants und großzügigen Aufenthaltsflächen. Auch Familien und Hundebesitzer sollen sich hier wiederfinden: Spielbereiche, Kletter- und Rutschenlandschaften sowie eine Hundewiese sind Teil der Pläne. Herzstück des Projekts wird eine »Musikmuschel 2.0«, die Konzerte mit Blick auf Nordsee und Sonnenuntergang ermöglicht. Auch eine barrierefreie Verbindung von der Innenstadt bis ans Meer ist vorgesehen.
Ziel ist es, Westerland attraktiver zu machen – sowohl für Gäste als auch für Einheimische. »Die jetzige Promenade bietet wenig Aufenthaltsqualität. Das wollen wir ändern«, sagt Ole König, Vorsitzender des Vereins Sylter Unternehmer. Für ihn ist die Neugestaltung nicht nur eine bauliche, sondern vor allem eine strategische Entscheidung, denn Sylt müsse im Wettbewerb mit anderen Destinationen neue Akzente setzen. Architekt Schierwater beschreibt das Projekt als »zentralen Platz am Meer«, der Wohnen, Erleben und Flanieren verbindet. Seine Vision reicht vom Bahnhof über die Fußgängerzonen bis zur Promenade – ein durchgängiges Konzept, das Westerland ein neues Gesicht geben könnte. Eine mögliche Finanzierung von »Vision Sylt 2030« könnte durch Fördergelder von Land und Bund sowie durch Investitionen des ISTS erfolgen. Perspektivisch erwarten die Initiatoren zusätzliche Einnahmen durch neue Gewerbesteuern.


