Wladimir Kaminer (Foto: Zintel)
Kartoffelsuppe mit Rapunzel, Fisch bei »Blum« in Tinnum, Tischgespräche in Moldau, Bulgarien, Portugal … Wladimir Kaminer kommt rum beziehungsweise er futtert sich durch. Sowohl bei Recherchen für ein neues Buch als auch in Begleitung Fernsehkameras: Seine Reise entlang der Deutschen Märchenstraße, bei der er mit Rapunzel tafelte, wird am 10. Oktober ausgestrahlt.
Am Mittwoch, den 6. August, kommt er mal wieder zum Fischessen nach Sylt. Zum Fischessen und für eine Meerkabarett-Lesung im Alten Kursaal. Im Gepäck hat er zwei Bücher: Sein erst Ende August erscheinendes Werk über »Das geheime Leben der Deutschen«, in dem es auch um Beobachtungen geht, die er auf Sylt gemacht hat und »Mahlzeit! Geschichten von Europas Tischen«, in dem der Bestseller-Autor von Gesprächen berichtet, die er in verschiedenen Ländern während des Essens geführt hat. Denn, so erzählt er, »Essen ist verbindend. Es schafft Gemeinschaft und bringt Menschen zusammen.« So wie bei »Fisch Blum«, wo sich Kaminer bei jedem Sylt-Besuch darüber freut, vertraute Mitarbeiter des Bistros wiederzutreffen.
Er wurde 1967 in Moskau geboren. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und inzwischen erwachsenen Kindern in Berlin. Mit seiner Erzählsammlung »Russendisko« sowie zahlreichen weiteren Bestsellern avancierte er zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren Deutschlands. Der russische Autor ist Meister der Realsatire. Ob in seiner russischen Heimat oder in der deutschen Provinz, seine Reiseberichte stecken voller unfreiwilliger Komik und herrlich-scharfer Beobachtungsgabe.


