»The Music of Queen«-Frontmann Valentin L. Findling (Foto: @risingartsphotography)
»We will rock you« und »Veronika, der Lenz ist da!«
In der kommenden Woche haucht das Meerkabarett gleich zwei Musik-Legenden neues Leben ein: Am Donnerstag, den 31. Juli, singt und tanzt die Neuauflage von Deutschlands erster Boy Band, die »Comedian Harmonists in Concert« im Westerländer Congress Centrum und am nächsten Tag, 1. August, lässt »The Music of Queen« dort die Wände beben.
So groß der Unterschied zwischen Chansons der 1920er-Jahre und Rockmusik auch ist, beide Bands stehen nicht nur für Jubel, Applaus, Evergreens und Charterfolge, sondern auch für die teils tragischen Geschichte ihrer Protagonisten: Drei der zwischen den beiden Weltkriegen als Comedian Harmonists bekannt gewordenen Sänger litten unter Rassenwahn und Schikanen der Nazis und Queen-Frontmann Freddie Mercury starb mit nur 45 Jahren an den Folgen einer Aids-Erkrankung.
Bei aller Tragik: Beide Gruppen feierten auf ihre jeweils eigene Art das Leben, die Musik und den Spaß an beidem. Und genau darum geht es in den Shows des Meerkabaretts: Die Comedian Harmonists präsentieren mit Charme, Frack und Fliege Abgesänge auf die übertriebene Tugendhaftigkeit (»Da pfiff sie auf die Sittsamkeit und machte sich nen‘ Schlitz ins Kleid«). Sie besingen »Wochenend‘ und Sonnenschein«, ihren »kleinen, grünen Kaktus« und zwischendurch werfen sie rote Rosen. Die pure Lebensfreude der goldenen 1920er-Jahre – und der dezente Hinweis auf den Wert der künstlerischen Freiheit.
Und Queen? Die Band lebte diese Freiheit rund 50 Jahre später voll aus und experimentierte mit musikalischem Stil-Mix von Hardrock bis Oper. In der Tribute-Show schlüpft der studierte Jazz-Musiker Valentin L. Findling in die Rolle des schillernden Sängers Freddie Mercury. Man könnte auch sagen, Valentin spielt den Freddie und das zum Verwechseln gut: Gesang, große Geste, Kostüme von der gelben Lederjacke bis zur Krone … er hat sein Vorbild genauestens studiert. Schon bei der Insel-Premiere im vergangenen Sommer trat die Band mit den größten Hits der britischen Weltstars vor ausverkauftem Haus auf und eigentlich hätte man dabei auf die Bestuhlung des Saals auch verzichten können: Zwischen den Sitzreihen wurde getanzt, gesungen und mitgefeiert. Wer nur ein bisschen über Freddie Mercury gelesen oder seine Auftritte vor Augen hat, kann sich vorstellen, dass das Original seinem Double zwinkernd über die Schulter guckt: »The show must go on!«
Karten gibt es unter www.meerkabarett.de und an allen Vorverkaufsstellen.


