Die Geschichte von AGNONA

Ilorini Mo wurde 1915 in die Welt der Wolle hineingeboren, nur wenige Jahre nachdem Ermenegildo Zegna 1910 seine Fabrik eröffnete und die Brüder Fila 1911 die Lanificio Fratelli Fila gründeten. Mit zwölf Jahren begann er als Lehrling zu arbeiten, mit 17 als Techniker und wurde schließlich das, was man heute Textildesigner nennen würde. 1953 machte sich Francesco Ilorini Mo im Alter von 38 Jahren auf den Weg, um eine brandneue Luxus-Lanerie, eine Wollspinnerei der Spitzenklasse, zu gründen. Er wählte für seinen Namen und seinen Standort die Stadt Agnona in Valsesia, im Sesia-Tal, an den Ufern des Flusses in der Gemeinde Borgosesia, im Nordwesten Italiens – eine Gegend, die seit Jahrhunderten für ihre Lanerie bekannt ist. Er brachte seine exquisiten Stoffe zu den großen Couturiers in Paris, darunter Cristobal Balenciaga, Pierre Balmain, Christian Dior, Hermes, Hubert de Givenchy und Pierre Cardin, Designer die Gefallen an seiner Arbeit fanden. Agnona wurde zu einem der wichtigsten Stofflieferanten für die besten Designer der Welt. Die Verbindung von Agnona mit der Couture-Kultur war so eng, dass um seinen Status in der Welt der Haute Couture zu verstehen, Stoffe von Agnona in den Editorials der Zeitschriften vor dem Namen des Designers auftauchten.

 

Ilorini Mo machte sich auf den Weg, um aus den besten natürlichen Rohstoffen die exklusivsten Stoffe der Welt für Damenmode zu kreieren: Merinowolle aus Australien und Tasmanien, Cashmere aus China, der Mongolei und dem Iran, Mohair aus Südafrika und Alpaka aus Peru, dem Gold der Anden – Vicunia. Er kombinierte jahrhundertealte Webkunst mit der neuesten Technologie der Zeit, um die besten Stoffe der Welt zu produzieren. Nur die allerfeinsten ausgesuchten Garne waren gut genug für Agnona. In jahrelanger Entwicklungsarbeit lernte er genau, wie was am besten funktioniert. Dazu gehören das Suri Alpaca, das kleinste ihrer Art, die Karoo Mohair Ziege, das tasmanische Merinoschaf und die mongolische Kaschmirziege.
1972, nach fast 20 Jahren Zusammenarbeit mit den Top-Couturiers der Welt, beschloss Ilorini Mo, seine eigene Kollektion unter dem Label AGNONA auf den Markt zu bringen. Nachdem er die Entscheidung getroffen hatte sich zurückzuziehen, übernahm im Jahr 1999 die Ermenegildo Zegna Group die volle Kontrolle über Agnona, ihren Nachbarn.
Jedes einzelne Stück, dass das AGNONA-Label trägt, wird aus den feinsten Edelfasern der Welt geschneidert und in höchst taktile Objekte verwandelt, die seine Träger umschmeicheln und einhüllen. Der Stoff aus dem sie geschnitten sind, ist so kostbar, dass aus Respekt vor den wertvollen Rohstoffen, alles andere als Understatement abgelehnt wird; die Details sind stets dezent und darauf ausgelegt, entdeckt zu werden. Es sind diese Kernwerte, die AGNONA seine dauerhafte Anziehungskraft verleihen.