»Nolde und seine Zeit«

Neue Ausstellung in der Galerie Herold 

»Nolde und seine Zeit« lautet der Titel der neuesten Ausstellung, die ab 7. August in der Galerie Herold im »Haus Meeresruh« in Kampen zu sehen ist. Die Künstlerliste von Galerist Rainer Herold liest sich wie ein Who-is-who der Kunstgeschichte. Besondere, ausgewählte Werke von unter anderem Emil Nolde, Ivo Hauptmann, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Lovis Corinth und Erich Heckel werden präsentiert. 

Bevorzugt malte Erich Heckel an der Ostsee- und Nordseeküste, vor allem Sylt zog ihn magisch an. Seine ausgestellten Arbeiten weisen auf seine Arbeitsaufenthalte auf der Insel hin. Die Aquarelle zeigen unter anderem das Rote Kliff in Kampen. Heckel begann ein Architekturstudium in Dresden. Ursprünglich hegte er eher literarische Neigungen, bildete sich jedoch schließlich als Autodidakt zum Maler und Grafiker aus. Im Juni 1905 gründete er mit Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl in Dresden die Künstlergruppe »Brücke«, zu der später Max Pechstein und Emil Nolde hinzustießen. Auch prägten Begegnungen und Freundschaften mit anderen Künstlern wie Lyonel Feininger, Franz Marc und August Macke sein Leben und sein Werk. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich bei ihm eine neue, weltzugewandte Klassizität, die mit größerer Naturnähe und einer Aufhellung der Palette einhergeht. Der Bildaufbau verfestigte sich, das bildmäßig durchgearbeitete Landschaftsaquarell wird zur bevorzugten Gattung. 

Neben der Ausstellung »Nolde und seine Zeit« präsentiert die Galerie Herold in den Contemporary-Räumlichkeiten einen Sommer Salon mit Werken von Rainer Fetting, Simon Hehemann, Daniel Hörner, Janus Hochgesand, Michael Jastram, Frank Schult, Johannes Geccelli und vielen weiteren.