Doppel-Sommerausstellung in der Galerie Herold

Johannes Gecelli und Ivo Hauptmann

Am Pfingstwochenende eröffnete die Galerie Herold zwei neue Ausstellungen: »Ivo Hauptmann und die Hamburgische Sezession« in den Räumen der Klassischen Moderne und Johannes Geccelli »Entsteht« in den Contemporary-Räumlichkeiten. Zahlreiche Kunstinteressierte, Sammler aus aller Welt, Familie und Freunde folgten der Einladung in den Braderuper Weg 4 in Kampen und wanderten durch das Haus »Meeresruh«, um die eindrucksvollen Arbeiten zu entdecken. 

Galerist Rainer Herold und seine Ehefrau Karin

Zu sehen ist das neoimpressionistische Frühwerk sowie das Spätwerk mit Aquarellen und Gemälden von Ivo Hauptmann (1886-1973), der als Poet der Farbe in Hamburg, Paris und Sylt gewirkt hat. Von Paul Signac inspiriert, wendet sich Hauptmann dem Neo-Impressionismus zu. Er wird Mitglied der »Societe des Artistes Independantes« und ist zwischen 1910 und Anfang der 20er Jahre einer der wichtigsten Vertreter des Neo-Impressionismus in Deutschland. Kurz darauf orientierte er sich in malerischer Hinsicht neu und entwickelt sich zu einem namenhaften Vertreter des norddeutschen Expressionismus. Der älteste Sohn von Gerhart Hauptmann war Mitbegründer der Künstlergruppen Freie Secession und Hamburgische Sezession. Darüber hinaus werden Werke seiner Künstlerkollegen aus der 1919 gegründeten Sezession, wie Dorothea Maetzel-Johannsen, Alma del Banco und Eduard Bargheer, gezeigt. 

Die Gemälde von Johannes Geccelli (1925-2011) beruhen auf Farbe, oder viel mehr entstehen aus ihr. Der Künstler, der zeitgleich mit Otto Piene und Heinz Mack an der Düsseldorfer Akademie studierte, hat sich zeitlebens in seiner abstrakten Malerei mit Farbe und immateriellen Fragen wie der Beweglichkeit von Figur und Licht beschäftigt. Die Galerie Herold Contemporary freut sich, diesen Künstler erstmalig umfänglich in Kampen zu präsentieren.

Die Doppel-Sommerausstellung mit Johannes Gecelli und Ivo Hauptmann kann bis zum 18. Juli täglich ab 11 Uhr in der Galerie Herold im Herzen von Kampen, im Braderuper Weg 4, besucht werden.