Künstler Jean-Pierre Kunkel

Fotorealistische Malerei in perfekter Komposition

Wasser und Wellen, Pool, Icons, Advertising-Pop-Art: Jean-Pierre Kunkels Werk umfasst vier künstlerische Themenfelder, mit denen er sich abwechselnd beschäftigt. Der 1950 in Frankreich geborene Künstler wuchs in Süddeutschland auf. Zum Studium der freien Malerei ging es nach München und Hamburg, wo sich der Fotorealismus als Stilrichtung herausbildete. Kunkel perfektionierte seine fotorealistische Arbeitsweise autodidaktisch und eignete sich ein umfassendes Repertoire an Techniken an – von Airbrush, Fotografie, Bildbearbeitung, Illustration, Aquarell und Öl auf Leinwand bis hin zur raffinierten Symbiose dieser Gestaltungsarten. Später arbeitete er lange als fotorealistischer Illustrator für die Werbung und gestaltete Cover für Zeitschriften wie DER SPIEGEL und stern Magazin. Auf dem Weg dahin war er in Paris und 1978 in New York tätig, wo er dem berühmten Kunstaktivisten Jean-Paul Goude bei der Illustration seines Buches »JungleFever« assistierte. Diese Assistenzzeit prägte Jean-Pierre Kunkels fotorealistische Arbeitsweise, die er später in digitale Form übersetzte, nachhaltig. Bis heute liegen seinen Arbeiten Fotografien zugrunde, die er, je nach gewünschter Aussage des späteren Werks, individuell erstellt.

Künstler Jean-Pierre Kunkel arbeitet in seinem Atelier an dem Werk »Marilyn Monroe«.

Seine Werke unterliegen einem besonderen ästhetischen Anspruch, dessen Grundlage die digitale Komposition passgenauer Bildelemente ist. Die auf diese Weise optimierten Motive entfalten, in Öl auf Leinwand umgesetzt, ihre einnehmende und außergewöhnliche Wirkung. Diese Technik liegt auch seiner neuesten Serie ICONS im Stil der Pop Art zugrunde. Hierfür hat Kunkel auf die Fülle vorhandener Fotografien außergewöhnlicher Charaktere aus der Film-, Mode- und Unterhaltungsbranche zurückgegriffen. Das Werk »Marilyn Monroe« entstand aus der Kombination verschiedener Foto-Elemente, die der Künstler wie ein Puzzle neu zusammengesetzt hat und so sein persönliches Ideal der international bekannten Ikone kreierte. Digital am Computer bemalt, anschließend auf Leinwand gedruckt, auf Keilrahmen gespannt und manuell mit Acrylfarbe bearbeitet: Mit seiner Technik erzielt Jean-Pierre Kunkel eine dreifache Gestaltungsebene, die die seriellen Werke zu Unikaten machen. Dadurch werden die einzigartigen Künstler-Persönlichkeiten und ihre kreativen Leistungen herausgearbeitet und in besonderer Weise gewürdigt. Fraktale Konstruktionen des Bildumfelds betonen die oftmals komplexen Persönlichkeits- und Lebensstrukturen der Protagonisten, die in großen Teilen zur andauernden Faszination um ihre Person beitragen.