Galerie Herold

Dieter Glasmacher »No Problem«

Die Galerie Herold präsentiert zu Pfingsten eine ganz besondere Einzelausstellung des Künstlers Dieter Glasmacher anlässlich seines 80. Geburtstags: Unter dem Titel »No Problem« werden ab dem 29. Mai zahlreiche seiner Werke in den Räumen der Contemporary Art im Haus »Meeresruh« im Braderuper Weg 4 in Kampen gezeigt.

Dieter Glasmacher studierte nach seiner Ausbildung als Patroneur und Musterzeichner an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Im Laufe der Zeit präsentierten nicht nur deutsche Galerien und Museen sein Werk, sondern auch das europäische Ausland. Ab den 1980er Jahren kamen auch Ausstellungen in Afrika und Lateinamerika dazu. In seiner Arbeiten ist seit Beginn sein gesellschaftspolitisches Engagement zu erkennen: Kritische Beiträge zum Kunstbetrieb sowie Demonstraktionsakte im Zuge der 68er-Bewegung machten ihn bekannt. Er lehrte als Professor an der Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Design, an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, im Fachbereich Gestaltung, und ist seit 1980 Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg.

In der Galerie Herold sind Ölbilder, Aquarelle, Grafiken und Skulpturen von Dieter Glasmacher zu sehen.

»Meine Bilder sind als Ausgangspunkt für den Dialog gedacht, ohne speziell auf ein bestimmtes aktuelles Thema Bezug zu nehmen. Meine Bilder sind wie das Zappen durch Kanäle, ich benutze Wörter, um zu lenken oder meistens zu verwirren«, erzählt Dieter Glasmacher in einem Interview mit Galeristin Katharina Herold. Seinen formatfüllend komponierten Werken haftet ein collageartiger Charakter an: Der Künstler kombiniert aktuelle Zeitungsausschnitte, Figuren, Zeichen, Farbfelder und Schriften. Sein expressionistischer Malstil ist von einer dynamischen Strichführung sowie ausdrucksstarken und bunten Farben geprägt – eben eine lebendige, originelle Bildwelt. Dieter Glasmacher hebt in seiner Kunst starke Emotionen wie Wut, Trauer oder sexuelle Begierde hervor. Demgegenüber stehen aber auch immer Lebensfreude, Witz, Humor und die Freude an Sprachkapriolen, die er mit Slogans und Headlines thematisiert.